unabhängigkeit Welchen Wert hat unabhängigkeit?

Unabhängigkeit und damit einhergehend Objektivität sind zwei entscheidende Kriterien wenn Unternehmen ihre Firma und damit einen großen Teil ihrer internen Strukturen, ihrer Vorgehensweisen und Prozesse, also ihrer aktuellen Situation einem externen Berater öffnen.

Nicht zuletzt auch durch die offensive Vorgehensweise der Softwarehersteller bei der Durchführung von Lizenzüberprüfungen und Audits unterliegt der Markt im SAM-Bereich seit Jahren einer hohen Dynamik.

Dementsprechend existiert ein hoher Beratungsbedarf bei den angeschriebenen Firmen, aber auch ohne diese Initiative der Software-Hersteller haben die Themen richtige Lizenzierung, Vertragsberatung und Compliance mittlerweile einen anderen Stellenwert: in vielen Unternehmen hat ein Umdenken stattgefunden und diesen immer komplexer werdenden Bereichen wird mehr Aufmerksamkeit geschenkt, zum einen weil man ihre Wichtigkeit als risikobehaftete Produktionsfaktoren im Betrieb erkannt hat, aber auch weil sich hier mit dem richtigen Management hohe Einsparpotenziale verwirklichen lassen.

Woher erhalten Kunden aber eine unabhängige Beratung, welche die Interessen des Kunden verfolgt?

Diese Fragestellung kennen wir alle mehr oder weniger auch aus unserem privaten Bereich: nämlich wenn es um das „leidige“ Thema Versicherungen und Geldanlage geht. Auch hier wünschen wir uns als Kunde eine Beratung, die ausschließlich meine Kundeninteressen vertritt und umsetzt. Wie realistisch kann das jedoch sein, wenn der Berater nicht von mir als Kunde sondern mittels Provision vom Anbieter bezahlt wird? Da stellt sich zu Recht die Frage, ob der Berater wirklich das für mich beste Produkt empfiehlt oder jenes, für das er die meiste Provision erhält – da der Kunde dies nicht überprüfen kann bleibt es am Ende eine Frage des Vertrauens. 

Wenn wir also bei unseren privaten Entscheidungen wissen, dass die Bank uns nur ihre bankeigenen Produkte anbieten kann, die Versicherung uns nur die hauseigenen Produkte verkaufen kann und auch der unabhängige Makler von der Provision lebt, welche die Gesellschaften ihm zahlen, wieviel schwieriger muss dann in einem Unternehmen die Überlegung sein, welcher Berater bzw. welches Beratungshaus bei millionenschweren Entscheidungen beauftragt werden soll.

Im Idealfall greifen sie auf unabhängige Kompetenz zurück, denn nur ein unabhängiger Berater kann von sich wahrheitsgemäß behaupten, dass er ausschließlich die Interessen seines Kunden vertritt.
Viele Dienstleister, die im SAM-Markt tätig sind, sind aber in erster Linie Partner der Software-Hersteller und sind unter Umständen natürlich daran interessiert, ihren Kunden neben dem reinen Software-Verkauf auch Beratungsdienstleistungen anzubieten. Wie kann aber ein Dienstleister, der beide Seiten vertritt im Fall des Falles unabhängig sein? Und wie meistert er den Interessenkonflikt in dem er sich befindet, wenn er zum einen durch den Verkauf von Software sein Geld verdient und als Partner des Software-Herstellers fungiert und gleichzeitig seinen Kunden eine unabhängige (auch von finanziellen Eigeninteressen unabhängige) Beratung zu genau diesem Thema anbieten will?

Wirklich unabhängige Beratung ist – leider – nicht einfach zu finden, aber nicht unmöglich.
Das führt uns zu der Frage, die wir nächstes Mal beantworten - was macht einen guten Berater aus?

Auf den Punkt gebracht:

  • - Idealerweise sollte der Auftraggeber eine sachlich-objektive, fachliche einwandfreie und kompetente Beratung erhalten, die nicht durch finanzielle oder organisatorische Interessen des Beraters bestimmt wird.
  • - Individualität: ein guter, unabhängiger Berater wird den Auftraggeber nie zu einer bereits vorgefertigten Lösung drängen, sondern gemeinsam mit ihm nach der bestmöglichen Lösung suchen und diese umsetzen.